Sticken kennst du vielleicht noch aus der Grundschule oder von deiner Oma. Mit Zählmustern und langweiligen Motiven. Doch sticken kann so viel mehr und sind ein toller kreativer und achtsamer Ausgleich. Vor allem wenn man den ganzen Tag am Computer arbeitet. Sticken war zudem lange eine der wenigen Kunstformen, die von Frauen ausgeübt werden durfte.
Egal ob du Kleidung besticken willst oder Figuren, die an Pixel erinnern – hier findest du eine Übersicht über verschiedene Stickarten:
Kreuzstich
Mit Kreuzstich habe ich vor mehr als 10 Jahren meine Stickkarriere angefangen. Du stickst kleine Kreuze auf Stoff, der an Milimeterpapier erinnert. Das Ergebnis sind Stickbilder, die an Pixel erinnern.
Um mit Kreuzstich zu starten, brauchst du nicht viel Ausrüstung. Ein Stickrahmen, spezieller Stoff, ein bisschen Stickwohle, Nadel und eine Vorlage reichen schon aus. Danach sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst Schriften, Menschen, aber auch ganze Landschaften sticken. Auf Pinterest gibt es eine Vielzahl an Vorlagen zur Inspiration.
Für den Anfang würde ich ein kleines Motiv auswählen, da Kreuzstich nicht die schnellste Stickmethode ist, um Motive zu erstellen.
Mehr ber Kreuzstich erfährst du in meinem Einsteigerinnen-Guide Kreuzstich.


Gobelinstickerei
Gobelinstickerei findest du häufig auf alten Stühlen oder Kissen. Auch viele geschichtliche Szenen sind großflächig mit Gobelinstich gestickt. Im Gegensatz zu Kreuzstich werden die einzelnen Quadrate nur einmal bestickt. Dafür verwendest du dickere Wolle.
Die Werke sind dadurch sehr robust – daher werden sie zum Beispiel auch für Kissen oder Stühle verwendet.
Mich erinnert Gobelinstickerei noch mehr an Pixel als Kreuzstich. Inspiration findest du auf Pinterest, aber auch in Secondhandläden. Viele traditionelle Hosenträger für Lederhosen in Bayern werden auch nach dieser Methode gestickt.
Handsticken
Im Gegensatz zum Kreuzstich und der Gobelinstickerei, bei denen du auf einem bestimmten Stoff stickst, bist du beim klassischen Handsticken deutlich flexibler. Theoretisch kannst du alles besticken, was du möchtest.
Auch bei der Auswahl der Wolle hast du viele verschiedene Möglichkeiten. Je nach Stoff, den du bestickst, bietet sich feinere oder dickere Wolle an. Probiere am besten aus, was dir am meisten gefällt.

Punch-Needle
Auch Punch-Needle Projekte habe ich schon ausprobiert. Mit einer etwas anderen Nadel stichst du durch Stoff und kannst sehr schnell auch größere Flächen füllen. Dafür kannst du nicht so feine Ergebnisse erzielen wie mit anderen Stickarten. Dafür ziemlich gut Agressionen abbauen, da du die Nadel richtig in den Stoff „punchen“ musst.